Newsletter Nr. 19 vom 23.9.2013

Bürgerschaftliches Engagement im demografischen Wandel

Durch die sich dramatisch verändernde Zusammensetzung der Bevölkerungsstruktur erhält die Generation 60 plus quantitativ und qualitativ gegenüber den vorherigen Jahrgängen ein anderes Gewicht innerhalb der Gesellschaft. Konsequenzen für das bürgerschaftliche Engagement und eine angemessene Engagementpolitik sind das Thema des gemeinsam verfassten Gastbeitrags über »Bürgerschaftliches Engagement im demografischen Wandel - Der Beitrag der Älteren«. PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, Erik Rahn, 4K Projekte, Heidemarie Rubart, Demografiebeauftragte des BBE, Dagmar Vogt-Jansen, Sprecherin der Arbeitsgruppe »Bürgerschaftliches Engagement im Demografischen Wandel« des BBE und Jana Kellermann, Leiterin des Qualifizierungsprogramms »Civil Academy«,analysieren die Situation, zeigen Probleme und Chancen auf und gehen den anstehenden Aufgaben nach, denn: »Dieses Engagement, auch und gerade das der Älteren, gilt es im allgemeinen Interesse in seiner ganzen Mehrdimensionalität anzuerkennen, zu stärken und zu fördern.«

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Lehmann/Förster: Diversity-Charta beim CfL 65 Berlin

Am 13. Juni 2013 widmete sich der Schwerpunkt des BBE-Newsletters 12/2013 dem Thema Diversity in Unternehmen. Anlass war der in Deutschland stattfindende 1. Deutsche Diversity-Tag. Dirk Lehmann, Vorsitzender der Tischtennis-Abteilung beim Sportverein CfL Berlin 65 e.V. in Berlin-Neukölln, und Moritz Förster, ehrenamtlicher C-Lizenz-Trainer im CfL Berlin 65 e.V. und Lehrbuchautor, stellen in ihrem Gastbeitrag dar, was zunächst ihre Abteilung und dann den ganzen Verein dazu bewogen hat, sich mit der Diversity-Charta auseinander zu setzen und schließlich im Juni 2013 zu unterzeichnen. Zugleich führen sie an, was aus solch einer Unterzeichnung für die weitere Vereinskultur folgt, denn: »Für die Gestaltung und Umsetzung einer Diversity-Kultur ist … weit mehr nötig als eine klare öffentliche Positionierung seitens der Vereinsführung.« 

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Roters: Bürgerbäder gründen bundesweites Netzwerk

Die Zahl der Bürgerbäder wächst und damit mehren sich auch die Erfahrungen beim Aufbau und dem Betrieb von Bädern in Bürgerhand. Andreas Roters stellt in seinem Gastbeitrag Entstehungskontexte und Perspektiven von Bürgerbädern dar. Letzteres führt ihn auf die im Herbst geplante Gründung des »Netzwerks Bürgerbäder«, denn entgegen erster Prognosen über ihre baldige Schließung existieren manche dieser Bäder schon über zwanzig Jahre, und es werden mehr. Mit der Gründung des »Netzwerk Bürgerbäder«, dessen Ziele er erläutert, wird vor diesem Hintergrund ein Zusammenschluss bürgerschaftlich getragener öffentlicher Bäder angestrebt.

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Leistert: Beitrag der Social Media zur Partizipation

Die weitere Entwicklung von Social Media zu einem Medium auch für Partizipation ist von großer Bedeutung für die Engagementpolitik und Zivilgesellschaft. Aus der Zeitschrift »Forschungsjournal Soziale Bewegungen« 2/2013, die neben einem Diskursteil auch einen eigenen Themenschwerpunkt mit guten praktischen Beispielen der partizipationsfördernden Nutzung der Social Media vorstellt, übernehmen wir hier die Analyse von Oliver Leistert »Der Beitrag der Social Media zur Partizipation«. Nicht nur deren organisatorische Kraft ist im Rahmen sozialer Bewegungen von Bedeutung: Social Media haben »identitätsstiftende und affektive Funktionen, vielleicht mehr noch als organisatorische.« Zudem vergleicht Leistert die Entwicklungen in reichen und armen Ländern. Gerade in den ärmeren Ländern gibt es eine Entwicklungsdynamik hin zu mobilen Endgeräten mit entsprechenden Auswirkungen auf die Social Media und deren Bedeutung bei der Organisation und Verwirklichung von Partizipation.

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Bürgerstiftungen: Was drauf steht, soll auch drin sein

Schon im Mai 2000 hat der Arbeitskreis Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen (BDS) »10 Merkmale einer Bürgerstiftung« formuliert. Da dieser Begriff rechtlich nicht geschützt ist, soll auf diesem Weg sowohl BürgerstifterInnen als auch BürgerInnen Kriterien an die Hand gegeben werden, um Bürgerstiftungen richtig angehen zu können. Die Merkmale reichen von der Gemeinnützigkeit einer solchen Stiftung bis dahin, dass die interne Arbeit einer Bürgerstiftung durch Partizipation und Transparenz geprägt ist. Bürgerstiftungen, die diesen Merkmalen entsprechen, können beim Bundesverband Deutscher Stiftungen ein entsprechendes »Gütesiegel« beantragen. Zudem bietet die Aktive Bürgerschaft an, sich in ihren Bürgerstiftungsfinder eintragen zu lassen. Jetzt haben die Aktive Bürgerschaft und die Initiative Bürgerstiftungen im BDS in einer gemeinsamen Erklärung ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass vermehrt Bürgerstiftungen gegründet werden, die deutlich von den 10 Merkmalen abweichen. Durch Werben, Beraten und Informieren wollen sie gemeinsam einer Verwässerung der Bürgerstiftungsbewegung in Deutschland entgegen treten.

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Bürgerstiftungen 2012 in Zahlen

Anlässlich des Jahrestreffens der Arbeitsgemeinschaft Bürgerstiftungen hat die Initiative Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen die Ergebnisse ihrer BürgerstiftungsUmfrage 2012 vorgelegt. Danach stieg die Zahl der BürgerstifterInnen im Jahr 2012 auf 23.000; das sind 2.000 Engagierte mehr als 2011. Zugleich wuchs das Kapital der deutschen Bürgerstiftungen um 14 Millionen Euro auf 216 Millionen Euro. Aus Vermögenserträgen flossen 13,2 Millionen Euro, dazu kamen 4,8 Millionen Euro aus Spenden für konkrete Projekte. Fast alle Bürgerstiftungen (97 Prozent) arbeiten ehrenamtlich. Insgesamt gut 535.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben dabei die Akteure aus Bürgerstiftungen 2012 geleistet. 

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Klagerecht für Umweltverbände

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 5. September 2013 entschieden, dass anerkannte Umweltverbände die Einhaltung der Vorschriften über Luftreinhaltepläne gerichtlich geltend machen können. Hintergrund der Entscheidung ist ein Fall aus Darmstadt. Auf die Klage eines Umweltverbandes hat das Verwaltungsgericht das beklagte Land verpflichtet, den Luftreinhalteplan so zu ändern, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des Immissionsgrenzwerts für Stickstoffdioxid an besonders belasteten Straßen vorsieht, zum Beispiel durch die Einführung einer Umweltzone. Bei seiner Sprungrevision machte das Land geltend, dass der klagende Umweltverband nicht klagebefugt und die Klage demnach bereits unzulässig sei. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Sprungrevision des Landes zurückgewiesen und die Entscheidung des Verwaltungsgerichts mit Blick auf die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union zur Aarhus-Konvention bestätigt. Danach fordert das Unionsrecht einen Zugang von Umweltverbänden zu den Gerichten zur effektiven Durchsetzung des europäischen Umweltrechts. Bei Beachtung dieser Leitlinie kann das deutsche Recht so ausgelegt werden, dass den nach dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz anerkannten Umweltverbänden ein Recht auf Beachtung der Vorgaben des zur Umsetzung einer unionsrechtlichen Richtlinie erlassenen Luftreinhalterechts eingeräumt ist, das sie gerichtlich geltend machen können. Auch die Sachentscheidung der Vorinstanz wurde nicht beanstandet. 

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Ministerpräsidentin Dreyer: Eröffnungsrede zur Aktionswoche

Am 10. September 2013 eröffnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer die bundesweite Woche des Bürgerschaftlichen Engagements im Festsaal der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Dabei würdigte sie die Woche nicht nur als eine gute Möglichkeit, um auf das Engagement der BürgerInnen öffentlich aufmerksam zu machen und dieses anzuerkennen. Ebenso sieht sie darin eine Chance, darüber zu diskutieren, was der Staat, was die Zivilgesellschaft und was die Wirtschaft tun können, um bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Sie stellte Aufgaben der Engagementförderung und Engagementpolitik ins Zentrum ihrer Rede. Dabei betonte sie die Länderperspektive, aber zeigte ebenso die Bedeutung bundesweiter Kooperationen und der Unterstützung und Mitwirkung im bundesweiten BBE-Netzwerk auf.

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9. Woche des bürgerschaftlichen Engagements geht erfolgreich zu Ende

Zwei große Abschlussveranstaltungen setzen am 21. September 2013, den Schlusspunkt der diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements. In Köln erörterten 350 TeilnehmerInnen während der dritten Ökumenischen Tagung zum ehrenamtlichen Engagement in Kirche und Gesellschaft unter dem Titel »Gefordert und gefördert. Wie selbstbestimmt ist ehrenamtliches Engagement!« die Lage der Engagementförderung in den Kirchen. Eine Dokumentation der Tagung wird vorbereitet. Knapp 2.000 Engagierte des Malteser Hilfsdienstes e.V. ließen anlässlich des 60. Geburtstags der Organisation die Aktionswoche im Aachener Fußballstadium Tivoli ausklingen. Das BBE-Kampagnenteam hat wichtige Eckdaten der diesjährigen Kampagne in einer ersten Auswertung zusammengefasst: Im Engagement-Kalender wurden rund 2.600 Veranstaltungen abgebildet. In den Bundesländern NRW (rund 600 Veranstaltungen), Bayern (rund 380 Veranstaltungen) und Hessen rund 290 Veranstaltungen) konnten die höchsten Veranstaltungszahlen verzeichnet werden. Die beiden Kampagnen-Magazine sind nahezu vergriffen, können jedoch heruntergeladen werden.

 
Download der Magazine unter
www.engagement-macht-stark.de/magazin/

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38. Sitzung der AG 2 »Bildung und Qualifizierung«

Am 11. September 2013 fand die 38. Sitzung der AG »Bildung und Qualifizierung« des BBE unter Leitung ihrer Sprecherin Dr. Reinhild Hugenroth in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz statt. In einem einführenden Vortrag zum Schwerpunktthema »Schule und Wirtschaft - Kooperationen und Grenzen« sprach Dr. Frank Heuberger über die wachsende Bedeutung von Unternehmen als Kooperationspartner und Unterstützer von Bildungseinrichtungen in Deutschland. Daran anschließend diskutierten die AG-MitarbeiterInnen Potenziale und Gefahren, die Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen bergen. Im weiteren Verlauf der Sitzung stellten Katja Hintze und Julia Latscha die Arbeit der Stiftung Bildung vor und sprachen in diesem Rahmen über die Funktionen und Entwicklung gemeinnütziger Schulfördervereine in Deutschland. Weitere Themenpunkte der Sitzung waren die Publikation des Buches »Schule der Bürgergesellschaft«, das im Rahmen der Reihe »Engagement und Partizipation in Theorie und Praxis« von Birger Hartnuß, Dr. Reinhild Hugenroth und Thomas Kegel herausgegeben wurde, sowie die Planung der 3. Tagung »KiTa und Bürgerschaftliches Engagement«, die am 1. und 2. April 2014 in Nürnberg in Kooperation mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern stattfinden wird.

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6. BBE-Mittagsgespräch »Unternehmensengagement: Partnerschaften«

Im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements fand am 12. September 2013 das 6. BBE-Mittagsgespräch zum Thema »Unternehmensengagement: Partnerschaften« unter der Moderation von Brigitta Wortmann (BP Europa SE) in den Räumen von BP Europa SE statt. Nach einem Impulsreferat von Dr. Susanne Lang (Centrum für Corporate Citizenship Deutschland) und einem Kommentar von Martina-Schwebe-Eckstein (Deutschen Telekom) erörterten die geladenen Gäste aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik Kriterien, Bedingungen und Herausforderungen von Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Allgemeiner Konsens herrschte darüber, dass sich eine Partnerschaft langsam entwickelt und neben Zeit, gegenseitigem Vertrauen und Transparenz insbesondere ein gemeinsam klar definiertes Ziel benötigt. Weiterhin wichtig sei die Begegnung beider Partner auf Augenhöhe und ein Verständnis der Partnerschaft als gemeinsames Projekt, nicht als Austausch von Dienstleistungen. Die stiefmütterliche Behandlung des Themas Unternehmensengagement in den Medien stellte ebenfalls einen Diskussionspunkt dar. Außerdem wurde die Frage aufgeworfen, ob und in welcher Qualität Partnerschaften zwischen Klein- und Mittelständischen Unternehmen bestehen können. 

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Engagement in ganz neuen Seiten – Civil Academy Magazin ist da!

Pünktlich zur Woche des bürgerschaftlichen Engagement 2013 ist die Neuauflage des Civil Academy Magazins »ENGAGIERT« erschienen. Das Magazin beinhaltet Porträts der AbsolventInnen und ihrer Projekte, Einblicke in die Seminare, Statements der DozentInnen, der Jury und der Alumni. Eine PDF-Version steht auf der Homepage der Civil Academy zum Download bereit. BBE und BP Europa SE geben seit fast 9 Jahren jungen Engagierten zwischen 18 und 27 Jahren die Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer Engagement-Idee auseinanderzusetzen. Vermittelt werden Werkzeuge aus den Bereichen Projektmanagement, Kostenplanung, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und Leadership. Die Civil Academy bietet darüber hinaus eine große Portion Motivation für die Umsetzung der Projektideen, Austausch und Vernetzung. Aktuell läuft die 17. Runde des Qualifizierungsprogramms mit 24 TeilnehmerInnen. Begeistert von der Vielfalt der Projekte der Anderen und dem gewonnenen Input fürs Projekt sehen sie den folgenden beiden Seminarwochenenden entgegen. 

Weitere Informationen zum Programm auf Facebook und unter
www.civil-academy.de

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BBE-Mitglied des Monats: Archiv für Jugendkulturen

Auch das zweite BBE-Mitglied des Monats im September feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Das Archiv der Jugendkulturen e.V. in Berlin sammelt seit 15 Jahren als bislang einzige Einrichtung dieser Art in Europa Zeugnisse aus und über die Jugendkulturen. Dazu gehören neben Fanzines, Flyern und einem Grafitti-Archiv auch wissenschaftliche Arbeiten und Medienberichte, die in einer Präsenzbibliothek zur Verfügung gestellt werden. Neben dieser Sammlung betreibt das Archiv selbst Jugendforschung, bietet Beratung und Fortbildungen an und führt verschiedene Projekte durch. Aktuell gibt etwa die Ausstellung »Der z/weite Blick« einen Einblick in verschiedene Diskriminierungsformen in Jugendkulturen. Dabei werden Fragen gestellt wie »Sind alle Emos schwul?« oder »Wieso gibt es so wenig Mädchen in der Skateboarding-Szene?«. Die Tafeln der Ausstellung geben Anregungen, die eigene Sicht zu hinterfragen sowie selbst aktiv zu werden. Das Archiv gibt zudem die Zeitschrift »Journal der Jugendkulturen« heraus. Die meisten MitarbeiterInnen arbeiten ehrenamtlich im Archiv. Die Finanzierung erfolgt durch Projektförderungen und vor allem Spenden. 

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Fatale Kultur des Ehrenamts? Ein Kommentar

In den Blättern für deutsche und internationale (9/2013) Politik nimmt Claudia Pinl die Woche des bürgerschaftliche Engagements zum Anlass, die »fatale Kultur des Ehrenamts« zu kritisieren. Sie sieht diese als Ergebnis der 1990er Jahre: »Die massive Nutzung der Ressource ›bürgerschaftliches Engagement‹ setzte mit der neoliberalen Umgestaltung von Staat und Gesellschaft in den 90er Jahren ein.« Prekäre Beschäftigungsverhältnisse im Wohlfahrtsbereich, Bundesfreiwilligendienst, Erhöhung der Übungsleiterpauschale und Empowermentdiskurs stellen in dieser Perspektive Elemente eines Übergangs vom Sozialstaat zum Mildtätigenwesen dar. Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, kommentiert: »Frau Pinl kritisiert zurecht einen instrumentellen Umgang mit Engagement als Ressource und all die diese Praxis begleitenden Verwerfungen im Verhältnis von Erwerbsarbeit und Engagement. Allerdings fehlt die Auseinandersetzung mit guten Rahmenbedingungen eines eigensinnigen, freiwilligen und gemeinsinnigen Engagements und dessen gesellschaftlicher Bedeutung. Die Bedeutung und die Inhalte von Engagement- und Demokratiepolitik, die gerade in Wahlkampfzeiten zur Diskussion stehen, droht unter einem generalisierten Angriff dann doch aus dem Blick zu geraten.« 

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CSR-Summit am 7. Oktober 2013 in Düsseldorf

Unternehmen müssen Gewinne erzielen und tragen gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung. Am 7. Oktober 2013 lädt deshalb das Wirtschaftsministerium von NRW zum »CSR-Summit: Wie man RICHTIG Geld verdienen kann« nach Düsseldorf ein. Die Veranstaltung soll ausloten, welche Werte den börsennotierten Unternehmen in NRW wichtig sind, wie weit Selbstverpflichtungen der Unternehmen zum verantwortlichen Wirtschaften beitragen und wie die Politik die Wirtschaft unterstützen kann. Die Keynote spricht Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, über das Thema »Der Ehrbare Kaufmann im 21. Jahrhundert«.

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»Monitor« des Generali Zukunftsfond zur Teilhabe von Älteren

Der »Monitor« präsentiert aktuelle Ergebnisse von Studien, die der Generali Zukunftsfond in Auftrag gegeben hat. Schwerpunktthema der vierten Ausgabe des Monitors »Alter. Macht. Staat. Politische Teilhabe der Generation 65 plus« ist die gesellschaftliche Teilhabe von Älteren. Ältere Menschen nehmen infolge des voranschreitenden demografischen Wandels schon heute 21 Prozent der Gesamtbevölkerung ein. Die Tendenz ist steigend. Der hohe Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft spiegelt sich auch in der Struktur der Wahlberechtigten wider. So stellen die über 60-Jährigen ein Drittel der Wahlberechtigten bei der Bundestagswahl im Jahr 2013 dar. Doch bedeutet der Zugewinn an Masse auch einen Zugewinn an Macht und politischer Mitsprache für die ältere Generation? Ergebnisse der Studie zeigen, dass ältere Menschen die Gesellschaft aktiv mitgestalten wollen und können. Jedoch fehlt es an Engagementstrukturen, um die Generation 65 plus ausreichend einzubinden. Insbesondere bei einer »guten Altenpolitik« sieht der Monitor Handlungsbedarf. 

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Erfolgreich Scheitern - 25 Jahre FJ Soziale Bewegungen

Seit 1988 befasst sich das Forschungsjournal Soziale Bewegungen vierteljährlich mit sozialen Bewegungen und Protestzusammenhängen sowie Prozessen und Hintergründen der Demokratisierung, Partizipation und des sozialen Engagements. Die rein ehrenamtlich organisierte Zeitschrift feiert nun ihr 25-jähriges Jubiläum, das Gegenstand des soeben erschienen Hefts 26/2013 »Erfolgreich Scheitern - 25 Jahre Forschungsjournal (Neue) Soziale Bewegungen« ist. Diskutiert werden die »Chancenstrukturen einer europäischen Öffentlichkeit« und die Rolle politischer Zeitschriften. Joachim Raschke, Ute Gerhard und Dieter Rucht, die zu den Beiräten der Zeitschrift zählen, bilanzieren und deuten die »Wirkungsgeschichte sozialer Bewegungen.« Ein Sonderschwerpunkt befasst sich mit politischen Strategien im Bundestagswahlkampf. Online werden weitere aktuelle Beiträge angeboten. Die Zeitschrift plant derzeit die Ausweitung der online-Angebote. 

Aktuelles Heft beziehen unter
www.fjnsb.org/jahrgaenge/2013heft3
 
Onlineangebote unter
www.fjnsb.org/fjsb-plus

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Rahmenbedingungen des Engagements in Mecklenburg-Vorpommern: Studie

Bürgerschaftliches Engagement nimmt vor allem in den unter der Repression der SED-Diktatur geprägten neuen Bundesländern eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Zivilgesellschaft und Stabilisierung des sozialen Zusammenhalts ein. Eine von der Herbert Quandt Stiftung in Auftrag gegebene Studie untersuchte in diesem Rahmen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, welche Faktoren bürgerschaftliches Engagement begünstigen bzw. hemmen. Unter der Leitung von Uwe Meergans befragte das Sozialforschungsinstitut infratest dimap in fünf auswählten Gemeinden engagierte und nicht-engagierte BürgerInnen über fördernde und hemmende Faktoren für bürgerschaftliches Engagement. Dabei kam die Studie »Auf der Suche nach dem WIR-Gefühl« zu dem Ergebnis, dass es zwar deutliche Unterschiede in den Engagement- Voraussetzungen und der Engagement-Bereitschaft in den fünf untersuchten Gemeinden gibt. BürgerInnen engagieren sich jedoch überall gleich gern - wenn sie nicht als »Lückenfüller des Staates missbraucht werden«. Als Handlungsorientierung empfiehlt der Autor vor allem eine gezielte Engagementpolitik und -förderung durch den Staat sowie eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit der AkteurInnen auf allen Sektoren. 

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 4. Oktober 2013.
Redaktionsschluss ist der 27. September 2013.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und Akteure im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein, Dr. Rainer Sprengel und Mareike Jung, Mag.. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Diese Ausgabe des Newsletters wird durch eine Förderung durch die Otto-Brenner-Stiftung ermöglicht.

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Geschäftsführer Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
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