Newsletter Nr. 20 vom 6.10.2016

Kleindiek: Engagementstrategie des BMFSFJ

Die Engagementstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist das Thema des Gastbeitrages von Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Erarbeitet wurde sie in einem partizipativen Prozess mit der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft, unter Beteiligung auch des BBE. Kleindiek charakterisiert die Engagementstrategie als Ausdruck einer langfristigen, kooperativen Engagementpolitik und diese als fünfte Säule im BMFSFJ. Planungssicherheit, Kooperation, Wertschätzung, Integration, Freiwilligendienste und Engagementforschung sind die konkreten strategischen Themen, die Staatssekretär Dr. Kleindiek im Einzelnen ausführt. Die Bedeutung von Engagementpolitik und Engagementstrategie ist weitreichend, denn: »Engagementpolitik ist Gesellschaftspolitik in einem umfassenden Sinne.«

Gastbeitrag von Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek (PDF, 175 kB)

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Hintersberger: Bayern als Land des Ehrenamts

Die verschiedenen Elemente der Bayerischen Engagementpolitik und Engagementstrategie sind die Themen des Gastbeitrages von MdL Johannes Hintersberger, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Die Erfolge der Bayerischen Strategie führt er auf die zugrunde liegende Philosophie zurück, die von der Freiwilligkeit der Engagierten ausgeht, diese in ihrem Handeln als mündige BürgerInnen mit Partizipationsinteressen sieht und mit einer Engagementinfrastruktur unterstützt. Die praktische Seite der Engagementpolitik in Bayern stellt er im Überblick von der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern über das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. (LBE) bis hin zum Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt dar. Sein Fazit: »Wir stehen zu unseren ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern.«

Gastbeitrag von Staatssekretär Johannes Hintersberger, MdL (PDF, 178 kB)

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Düttingdorf/ Junga: Ehrenamt in der Evangelischen Kirche fördern

Die Förderung des Ehrenamts in der Evangelischen Kirche ist das Thema des Gastbeitrages von Detlev Meyer-Düttingdorf, Geschäftsführer der Fachstelle Ehrenamt in der Badischen Landeskirche, und Dr. Kristin Junga, Leiterin der Arbeitsstelle Ehrenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Dabei rekonstruieren sie innerkirchliche Weichenstellungen für ein strategisches Verständnis bei der Ehrenamtsförderung: »Das bietet Ansatzpunkte für die partielle Umsetzung und Weiterentwicklung von Ehrenamtsförderung in den Evangelischen Kirchen durch Fortbildungen für Netzwerkarbeit im Bereich der Seniorenbildung, vernetzte Bildungsangebote, Freiwilligentage oder virtuelle Ehrenamtsportale und Ehrenamtsakademien.« Ihre detaillierte Darstellung der weiteren Herausforderungen zeigt schließlich, dass es um die Entwicklung einer veränderten Organisationskultur geht und »Ehrenamtsmanagement in der evangelischen Kirche als Changemanagement wirken« kann.

Gastbeitrag von Detlev Meyer-Düttingdorf und Dr. Kristin Junga (PDF, 209 kB)

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Call for Members: Wettbewerb der Vereine

Kunst- und Kulturvereine tragen wesentlich das kulturelle Leben in den neuen Bundesländern, insbesondere abseits der Metropolen. Dieses Engagement will die Kulturstiftung des Bundes mit ihrem Wettbewerb Call for Members stärken. Zum zweiten Mal ruft die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Fonds Neue Länder Kunst- und Kulturvereine in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern dazu auf, für ein halbes Jahr ihre Kraft und Kreativität auf die Werbung neuer Mitglieder zu richten. Diejenigen Vereine, die im Wettbewerbszeitraum zwischen dem 1. Dezember 2016 und 15. Juni 2017 den größten Zuwachs an neuen Mitgliedern verzeichnen, erhalten pro neues Mitglied eine Prämie. Die Teilnehmenden können Prämien in Höhe von bis zu 5.000 Euro gewinnen. Insgesamt werden 200.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Diese teilen sich auf in die drei Kategorien Hauptwettbewerb, Sonderpreis Kooperation und Sonderpreis Beste Ideen. Anmeldungen sind noch bis zum 31. Oktober 2016 möglich.

Weitere Informationen zum Call for Members

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Koordinationsmodelle ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen: Studie

Das freiwillige Engagement für die Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft und vor Ort in den Kommunen ist weiterhin stark und wichtig. Die vielerorts spontan entstandenen Initiativen strukturieren sich zunehmend professioneller. Die Koordination zwischen den Initiativen und der Verwaltung sowie anderen AkteurInnen funktioniert dabei nach den drei Modellen Initiativen-Koordination, Netzwerk-Koordination oder zentrale Koordination durch eine hauptamtliche Unterstützung, so die Ergebnisse der Studie »Koordinationsmodelle und Herausforderungen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen« des Berliner Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. In der Studie werden zudem Empfehlungen für die Koordination in der Flüchtlingshilfe formuliert: Demnach gilt es beispielsweise, die Koordination zu stärken, gemeinsame Regeln dafür festzulegen und Partizipation zu ermöglichen.

Weitere Informationen zur Studie und Download

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Evers: Rede bei der Zertifizierungsfeier des MEMO-Projektes

Am 24. September 2016 fand die Zertifizierungsfeier des MEMO-Qualifizierungsprogramms zum Management und Empowerment in Migrantenorganisationen in Stuttgart statt, veranstaltet vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. 75 AbsolventInnen des Qualifizierungsprogramms wurden ausgezeichnet. Das Qualifizierungsprogramm bietet Migrantenorganisationen die Möglichkeit, sich in allen Bereichen der modernen Vereinsführung und des Projektmanagements zu qualifizieren, ihre bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen zu vertiefen und sie weiter auszubauen. In seiner Rede sprach Prof. Dr. Adalbert Evers, Gastprofessor am Ersta Sköndal University College (Stockholm) und als Senior Fellow am Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) an der Universität Heidelberg, darüber, was es bedeutet, sich hierzulande in Migrantenvereinen zu engagieren.

Rede von Prof. Dr. Adalbert Evers (PDF, 185 kB)

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Merkel: Über Religionsfreiheit

Am 14. September 2016 hielt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine Rede über Religionsfreiheit bei der Internationalen Parlamentarierkonferenz zur Religionsfreiheit. Darin befasst sie sich nicht allein mit der demokratietheoretischen Bedeutung und verfassungsrechtlichen Verankerung von Religionsfreiheit, sondern ebenso mit aktuellen Fragen und Herausforderungen. Religiöse Bildung sieht sie als wichtigen Anker für eine gelingende Integrationspolitik, um über Glaubensinhalte unterschiedlicher Religionen informiert zu sein und besser zwischen Religion und kulturellen Ausdeutungen zu unterscheiden: »Ich bin fest davon überzeugt: Je besser die religiöse Bildung, desto fundierter der Dialog zwischen Glaubensgemeinschaften und desto größer das gegenseitige Verständnis.« Zugleich diskutiert sie staatliche Repression von Religionsfreiheit weltweit in der Gegenwart sowie im Rückgang auf die deutsche Geschichte.

Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

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Bundesrat und Bundesteilhabegesetz: Änderungsbedarfe

Der Bundesrat hat in seiner 948. Sitzung am 23. September 2016 eine Stellungnahme zum Entwurf des Bundesteilhabegesetzes der Bundesregierung beschlossen (428/16). In der über 100 Seiten langen Stellungnahme fordert der Bundesrat mehr als 100 Änderungen am Entwurf. Dabei geht es um Verbesserungen an den geplanten Regelungen unter anderem zur Teilhabe an schulischer Bildung, zum Zugang zur Pflegeversicherung, zum Wechsel zwischen Behindertenwerkstätten und allgemeinem Arbeitsmarkt, zur Elternassistenz sowie zum Schutz vor sexueller Gewalt. Weiter wird verlangt, dass die aus dem Gesetzentwurf folgenden Mehrkosten vom Bund getragen werden.

Stellungnahme des Bundesrats

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Verbandsklagerecht: Öffentliche Anhörung

Am 26. September 2016 wurde in öffentlicher Anhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung von Klagerechten in Umweltangelegenheiten (18/9526) diskutiert. Dort ist der Entwurf überwiegend auf Kritik gestoßen. So wurde von mehreren Sachverständigen kritisiert, dass auch mit diesem Entwurf die Gesetzeslage weiterhin hinter den Vorgaben des Artikel 9 Absatz III der Aarhus-Konvention zurückbleibe. Andere Sachverständige hielten dagegen die Aarhus-Konvention für nicht eindeutig übertragbar oder warnten vor einer zunehmenden Klageflut.

Stellungnahmen für die Anhörung

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Weltanschaulich-religiöse Neutralität: Kleine Anfrage beantwortet

Die Bundesregierung hat mit Datum vom 15. September 2016 eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/9504) über die »Mögliche Einflussnahme des türkischen Präsidenten Erdoğan in Deutschland über Organisationen wie der Islamischen Gemeinschaft MillîGörüş« beantwortet (18/9635). Darin nahm sie auch zur weltanschaulich-religiösen Neutralität der Bundesrepublik Stellung. In der Antwort auf Frage 20, in der die Fragesteller eine laizistische bzw. säkulare Bundesrepublik implizit voraussetzten, führt die Bundesregierung aus, dass das Grundgesetz dem Staat zwar eine weltanschaulich-religiöse Neutralität gebietet - diese sei aber nicht »als eine distanzierende im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen, sondern als eine offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung«. Ein laizistischer Auftrag ergebe sich aus dem Grundgesetz daher nicht.

Antwort der Bundesregierung (PDF, 257 kB)

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Diefenbach-Trommer: Regierungs-Antwort auf Große Anfrage zeigt fehlende Koordination

Die Bundestagsfraktion der Grünen befragte die Bundesregierung zum Recht der BürgerInnen auf gleiche Teilhabe an der politischen Willensbildung und danach, wie das Gemeinnützigkeitsrecht dabei unterstützt oder verzerrt. Die Regierung, so Stefan Diefenbach-Trommer, Vorstand der Allianz »Rechtssicherheit für politische Willensbildung« in seiner Bewertung, lasse viele Fragen offen und zeige damit, dass es zu diesen Fragen bürgerschaftlichen Engagements keine hinreichende Koordination in der Regierung gäbe. Zu den Fragen und Antworten zur Anfrage wird der Bundestag in den nächsten Wochen debattieren.

Gastbeitrag von Stefan Diefenbach-Trommer (PDF, 387 kB)

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Großes Interesse an BBE-Fachkongress im Programm »Menschen stärken Menschen« des BMFSFJ

Knapp 200 ExpertInnen folgten der Einladung zum bundesweiten Fachkongress, den das BBE im Kontext des PatInnenprogramms »Menschen stärken Menschen« des BMFSFJ am 28./ 29. September 2016 im Tagesspiegel Verlagshaus veranstaltete. Das Kongressprogramm vereinte die Diskussion aktueller politisch-gesellschaftlicher Fragen mit dem intensiven Erfahrungsaustausch, der Erarbeitung konkreter Ergebnisse und der Möglichkeit zur Vernetzung. Die Teilnehmenden identifizierten in sechs auf spezifische Themengebiete orientierten Dialogforen aktuelle Bedarfe und Herausforderungen und leiteten Empfehlungen ab. Der Kongress stieß auf reges Interesse einer vielfältigen Zielgruppe, bestehend aus den Programmträgern, deren RegionalkoordinatorInnen bzw. lokalen Ebenen, Organisationen und Förderern von Programmen und Projekten aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft sowie weiteren ExpertInnen. Mit dem Projekt »PatInnen, MentorInnen und LotsInnen für die Unterstützung und Integration von geflüchteten Menschen« übernimmt das BBE als einer der 19 Träger des Programms »Menschen stärken Menschen« die Aufgabe, für einen systematischen Wissenstransfer zu sorgen. Die Ergebnisse des Kongresses werden ausgewertet und fließen in die Dokumentation des Projektes ein, die - zusammen mit an Förderer, Partner und Träger gerichteten Handlungsempfehlungen - dem BMFSFJ vorgelegt und über die Medien des BBE veröffentlicht werden. Auf der Projektseite erscheinen in Kürze Bilder vom Kongress und Ende des Jahres die dokumentierten Ergebnisse.

Weitere Informationen zum BBE-Fachkongress

Weitere Informationen zum Programm »Menschen stärken Menschen« des BMFSFJ

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AG »Bildung und Engagement«: Sitzungsbericht

Am 15. September 2016 fand die vierte Sitzung der BBE-Arbeitsgruppe »Bildung und Engagement« in Berlin statt. Im Fokus stand das Thema »Bildung Geflüchteter als Engagementfeld/ Qualifizierung Engagierter für Flüchtlingsarbeit«. Sophie von Wedel, Projektmanagerin der Stiftung Bildung, berichtete über Erfahrungen mit Patenschaften in Schule und Kita. Wie PatInnen zur Unterstützung Geflüchteter adäquat qualifiziert werden können, erläuterte im Anschluss Frauke Peisker von Kindersprachbrücke Jena e.V. In den beiden Berichten spiegelten sich viele Erfahrungen der anwesenden Organisationen wider. Welche Konsequenzen sich aus den Entwicklungen des zurückliegenden Jahres für die Förderung und Unterstützung der Engagierten in der Bildung und der Qualifizierung von Engagierten für die Flüchtlingsarbeit allgemein ziehen lassen, soll deshalb im ersten Halbjahr 2017 in einem eigenen Workshop mit VertreterInnen aus Staat und die Entwicklung begleitenden Forschungsinstitutionen herausgearbeitet werden. Die nächste Sitzung der AG mit dem Schwerpunkt »Hochschule und Engagement« findet am 24. November 2016 statt.

Weitere Informationen zur AG »Bildung und Engagement«

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Magazin »engagement macht stark!« erschienen

Zur diesjährigen 12. Woche des bürgerschaftlichen Engagements ist - gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) - eine Sonderausgabe des Magazins »engagement macht stark!« des BBE erschienen. Die inzwischen 11. Ausgabe der Publikation folgt einem neuen redaktionellen und grafischen Konzept. Sie enthält Texte von namhaften AutorInnen zu Bedeutung und Formen von Engagement zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen der Integration von Geflüchteten und MigrantInnen. Im zweiten Abschnitt werden 60 Projekte vorgestellt, die sich diesen Aufgaben widmen und das weite Feld der Engagement-Praxis abbilden. Illustriert ist das Heft mit Fotos aus dem Projekt »Being Refugee« des Fotografen Hartmut Schneider, der mit Spendenmitteln Fotoausrüstungen angeschafft und Geflüchteten zur Verfügung gestellt hat, die damit ihre neue Lebenswelt dokumentieren. Das Magazin steht online zur Verfügung. Die Printversion kann kostenlos bestellt werden.

Download Magazin (PDF, 6,2 MB)

Bestellung von Printausgaben unter
E-Mail: aktionswoche(at)b-b-e.de

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Mitglied des Monats: vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

Durch Forschung und Fortbildung in den Bereichen Wohnen und Stadtentwicklung engagiert sich der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung für eine aktive und vielfältige Bürgerschaft und die Stärkung der lokalen Demokratie. Er setzt sich dafür ein, dass BürgerInnen ihre Stadt selbst mitgestalten - in demokratischen Prozessen und durch bürgerschaftliches Engagement. 1946 gegründet mit dem Ziel, die Nachkriegswohnungsnot zu überwinden, zählt der vhw heute mehr als 1.800 Mitglieder, darunter vor allem Gebietskörperschaften und Wohnungsunternehmen. 2010 hat er das Städtenetzwerk zur Stärkung der lokalen Demokratie ins Leben gerufen. Es verbindet Kommunen, die gemeinsam mit dem vhw neue Dialogverfahren mit breiter gesellschaftlicher Beteiligung umsetzen. Als größter Dienstleister für Fortbildungen im Bereich der Stadtentwicklung entwickelt der vhw praxisnahe Bildungsangebote zu Themen wie Städtebaurecht, Vergabe, Sozial- und Umweltrecht und führt jährlich mehr als 1.700 Fortbildungsveranstaltungen durch. Aufbauend auf seinen Arbeiten zur lokalen Demokratie in der vielfältigen Stadtgesellschaft erforscht der vhw derzeit auch die Herausforderungen und Perspektiven der Aufnahme von Geflüchteten.

Weitere Informationen zum vhw Bundesverband

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10 Jahre AGG: Fachtagung

Im August 2016 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zehn Jahre alt geworden. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat das Jubiläum zum Anlass genommen, eine Evaluation in Auftrag zu geben, die sich mit den Verbesserungsmöglichkeiten und Schutzlücken des AGG befasst. Die Evaluation wurde im August der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf der Fachtagung »10 Jahre AGG - Evaluation und Ausblick« am 27. Oktober 2016 in Berlin sollen ExpertInnen aus Politik, Forschung und Zivilgesellschaft gemeinsam die Ergebnisse der AGG-Evaluation sowie Verbesserungsmöglichkeiten des Gesetzes diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die Themen Barrierefreiheit, Verbandsklagerecht, Diskriminierungsmerkmale und Diskriminierungsschutz bei staatlichen Stellen. Eine Anmeldung ist bis zum 14. Oktober 2016 möglich.

Weitere Informationen zur Fachtagung

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10. UPJ-Praxisforum gemeinnütziger Mittler

Das 10. UPJ-Praxisforum gemeinnütziger Mittlerorganisationen für Corporate Citizenship findet am 22. November 2016 in Frankfurt/ Main statt. Das Forum bietet einen offenen praxisorientierten Erfahrungsaustausch gemeinnütziger Mittlerorganisationen in ganz Deutschland, gegenseitige kollegiale Unterstützung sowie einen Anlaufpunkt für solche Organisationen und Kommunen, die als regionale Mittler aktiv werden wollen. Schwerpunkte sind: Bausteine der Mittlertätigkeit, Leistungsprofile, Management- und Qualitätsfragen, Nutzen von Unternehmensengagement für gemeinnützige Organisationen, ihre Adressaten, das Gemeinwesen, Programme zur Initiierung von Unternehmenskooperationen auf regionaler Ebene, in einzelnen Handlungsfeldern, für bestimmte Zielgruppen sowie Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle. Anmeldeschluss ist der 14. November 2016. Es wird kein Teilnahmebeitrag erhoben, dafür aber ein Stornierungsbeitrag von 30 Euro, wenn angemeldete Teilnehmende nicht kommen oder nach dem 16. November 2016 absagen.

Weitere Informationen zum 10. UPJ-Praxisforum

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Jugendwartekongress 2016 in Brandenburg

Unter dem Motto »MITmischen - MITreden - MITmachen - MITbestimmen« veranstaltet die Brandenburgische Sportjugend im Landessportbund Brandenburg e.V. am 11. und 12. November 2016 den dritten Jugendwartekongress im Jugendbildungszentrum in Blossin. Der Jugendwartekongress 2016 gibt Menschen, die in der Jugendarbeit im Sport engagiert sind, erneut die Möglichkeit, sich zu vernetzen und die eigenen Interessen zu kommunizieren. Neben bereits aktiven Jugendlichen richtet er sich auch an junge Menschen, die noch nicht als FunktionsträgerIn aktiv sind oder denen der Zugang zu Engagement erschwert ist. Mit der Veranstaltung sollen neue Impulse zur Gestaltung und Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden gegeben und gemeinsam mit JugendwartInnen und VertreterInnen von Vereinsvorständen über die Rolle der JugendwartInnen im Verein diskutiert werden.

Weitere Informationen zum Jugendwartekongress

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Ehrenamt in der Kultur: Fachtagung

Engagement ist ein Motor der Kulturellen Bildung. Kulturelle Bildung ist ohne die Bereitschaft vieler Menschen, sich unentgeltlich einzubringen, nicht vorstellbar und ohne eine zivilgesellschaftliche Verankerung und Infrastruktur nicht denkbar. Die Fachtagung »Ehrenamt in der Kultur - Zukunft des freiwilligen Engagements« am 20. und 21. Januar 2017 in Trossingen wird eine Bestandsaufnahme von Ehrenamt in der Kultur in Fachimpulsen vornehmen, gute Praxis vorstellen und Herausforderungen und Perspektiven gemeinsamen Handelns in Workshops diskutieren. Die Fachtagung ist eine Kooperationsveranstaltung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) mit dem Arbeitskreis Musik in der Jugend, der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände, dem Bund Deutscher Amateurtheater, der Deutschen Bläserjugend und der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen. Die Fachtagung wird unterstützt von Jeunesses Musicales Deutschland und der Deutschen Chorjugend. Eine Anmeldung ist bis 21. November 2016 möglich.

Weitere Informationen zur Fachtagung »Ehrenamt in der Kultur«

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20 Jahre Bürgerstiftungen: Report und Faktenblatt

Seit 20 Jahren gibt es Bürgerstiftungen in Deutschland. Die Stiftung Aktive Bürgerschaft und die Initiative Bürgerstiftungen haben nun jeweils Zahlen und Fakten über die Entwicklungen der Bürgerstiftungen in Deutschland vorgelegt. Der »Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2016« erhebt seit 2006 die Finanzdaten der Bürgerstiftungen. Die Ergebnisse zeigen: Etwas mehr als jede zweite Bürgerstiftung in Deutschland engagiert sich für Menschen, die aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten geflüchtet sind oder die als politisch Verfolgte hier Asyl beantragen. Jede fünfte Bürgerstiftung hat aktuell einen Schwerpunkt auf diesen Bereich gelegt. Die BürgerstiftungsUmfrage der Initiative Bürgerstiftungen hat das Thema Gütesiegel zum Inhalt. Das Siegel wird an Bürgerstiftungen verliehen, deren Satzungen die »10 Merkmale einer Bürgerstiftung« erfüllen. Die Ergebnisse dazu zeigt das Faktenblatt »Bürgerstiftungen in Zahlen«, wonach 307 Bürgerstiftungen das Gütesiegel besitzen, 13 von ihnen erhalten dieses 2016 erstmals. Die Initiative Bürgerstiftungen ist das unabhängige Kompetenzzentrum zum Thema Bürgerstiftungen unter dem Dach des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Weitere Informationen zum »Report Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2016«

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der BürgerstiftungsUmfrage

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Freise: Kolpings Urenkel vor großen Herausforderungen (Rezension)

Die Publikation »Funktionslogiken organisierten freiwilligen Engagements« von Victor Feiler untersucht in einer Einzelfallstudie über das Kolpingwerk, wie freiwilliges Engagement organisiert wird. Feiler hat sich in seiner Dissertation zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zum besseren Verständnis von Struktur, Funktionen, Logiken und strategischen Herausforderungen einer überregional strukturierten Organisation freiwilligen Engagements zu leisten. Dr. Matthias Freise, Akademischer Oberrat am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, analysiert in seiner Rezension die Arbeit, die »in mehrerlei Hinsicht lesenswert ist«. Ein Grund hierfür ist die konsequente Anbindung an die systemtheoretische Organisationssoziologie, wodurch die Studie einen konzeptionellen Beitrag zur Forschung zum Engagement in Freiwilligenorganisationen leistet. Dies macht die Publikation auch für LeserInnen interessant, die sich nicht dem Kolpingwerk verbunden fühlen, so Freise.

Rezension von Dr. Matthias Freise (PDF, 178 kB)

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»Öffentlichkeit - für alle?«: Publikation

Wie sollte die Teilhabe von BürgerInnen an öffentlicher Kommunikation ausgestaltet sein, damit sie sich politisch vertreten fühlen? Dieser Frage geht Matthias Begenat in der Publikation »Öffentlichkeit - für alle? Themen und Informationsrepertoires in politischen Milieus« nach. Untersucht wird die kommunikative Teilhabe entlang einer Differenzierung nach politischen Milieus. Die Befunde zeigen, wie sich Weltanschauungen, Informationsrepertoires und Themendeutungen zu Typen politischer Milieus verbinden und wie die Milieus ihre Anliegen öffentlich verhandelt sehen. Die Publikation richtet sich an WissenschaftlerInnen, Lehrende und Studierende der Kommunikationswissenschaften und der politischen Soziologie sowie an PraktikerInnen aus der politischen Kommunikation.

Weitere Informationen zur Publikation »Öffentlichkeit - für alle?«

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Stellenausschreibungen

Für seine Bundesgeschäftsstelle Berlin sucht der Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT) zum 1. November 2016 eine/n SachbearbeiterIn (75 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit) am Arbeitsort Berlin. Die Einstellung erfolgt zu Beginn befristet für ein Jahr, eine anschließende Festanstellung mit einem unbefristeten Vertrag ist vorgesehen. Die Vergütung erfolgt analog zum TVÖD Vergütungsgruppe 8. Bewerbungsfrist ist der 9. Oktober 2016.

Das Netzwerk Zukunft. Schule und Wirtschaft für Brandenburg e.V. sucht vorbehaltlich der Mittelzuwendung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative Bildungsketten ab dem 1. Januar 2017 für das Vorhaben »Koordinierungsstelle Praxislernen« im Land Brandenburg zwei Praxislern-BeraterInnen (wissenschaftliche MitarbeiterInnen) sowie eine/n ProjektcontrollerIn - SachbearbeiterIn in Vollzeit. Die Stellen sind projektbedingt befristet bis zum 31. Dezember 2018. Arbeitsort ist Potsdam. Bewerbungsfrist ist der 28. Oktober 2016.

Die Agentur Quifd sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n ZertifizierungsmanagerIn. Die Agentur Quifd ist ein Programmbereich der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 30 Stunden. Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet. Eine Entfristung ist angestrebt. Die Bezahlung erfolgt nach Haustarif. Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2016.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Baden-Württemberg sucht ab sofort für die Geschäftsstelle in Stuttgart eine/n engagierte/n ReferentIn Verbandsentwicklung und Service. Zu den Aufgaben gehören: Aufbau, Stärkung, Weiterentwicklung und Unterstützung des ADFC vor Ort, Konzeptionierung, Aufbau und Unterstützung der Jugendarbeit vor Ort, die Weiterentwicklung des Angebotsportfolios für Unternehmen sowie Akquise und Organisation von Veranstaltungen für Unternehmen.

Weitere Informationen zu den Stellenausschreibungen

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Hinweis

Der nächste Newsletter erscheint am 20. Oktober 2016.

Redaktionsschluss ist der 13. Oktober 2016.

Bitte schicken Sie Ihre Informationen an newsletter(at)b-b-e.de

Die Beiträge dieses Newsletters geben, sofern nicht ausdrücklich als solche Nachrichten gekennzeichnet, nicht die Meinung des BBE wieder, sondern repräsentieren die Vielstimmigkeit der Meinungen und AkteurInnen im BBE und im Feld der Engagementförderung und -politik. Die Redaktion des Newsletters verfolgt das Ziel, die jeweils aktuellsten und wichtigsten Nachrichten für die Leserschaft zusammenzustellen.

Die PDF-Dokumente der Gastbeiträge im Schwerpunkt des Newsletters werden möglichst barrierearm gestaltet.

Die Hinweise auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Publikation von Nachrichten im BBE-Newsletter finden Sie unter Impressum.

Redaktion: PD Dr. Ansgar Klein (V.i.S.d.P.), Dr. Rainer Sprengel und Jana Börsdamm, B.A. 

Eine Übersicht über die nächsten geplanten Schwerpunkt-Themen finden Sie unter Kommende Themen.

Die Öffentlichkeitsarbeit des BBE wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) 
- Geschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17-18 
10179 Berlin-Mitte 
www.b-b-e.de 

Geschäftsführer PD Dr. Ansgar Klein
Telefon: (0 30) 6 29 80-11 0
E-Mail: ansgar.klein(at)b-b-e.de

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