Forum Inklusive Gesellschaft

Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK), die von Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert wurde, ist ein Meilenstein auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft gelegt worden. Sie ist getragen von der Idee, »den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern« (Art. 1). Im Zentrum steht die »volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft« (Art. 3c). Damit wird Behindertenpolitik in Deutschland zum ersten Mal begrifflich und systematisch in eine menschenrechtliche Perspektive gerückt. Die UN-BRK gilt als verbindliches Recht in Bund und Ländern. Sie ist ein guter Maßstab für den bestehenden und noch zu definierenden Handlungsbedarf in Gesetzgebung und Verwaltungspraxis. Insgesamt steht die UN-BRK und ihre Umsetzung durch die Bundesregierung für die Vision einer inklusiven Gesellschaft der Zukunft, in der körperliche oder geistige Beeinträchtigungen für das Streben nach Anerkennung und einem selbstbestimmten Leben keine wesentlichen Hindernisse mehr darstellen.

Mit dem Projekt »Forum Inklusive Gesellschaft« begleitet das BBE die nationale Umsetzung der UN-BRK in Deutschland. Im Fokus steht die Rolle des bürgerschaftlichen Engagements bei der Umsetzung der Konvention. Dabei soll deutlich werden, dass Inklusion untrennbar mit dem eigenen Engagement von körperlich und geistig behinderten sowie psychisch eingeschränkten Menschen verbunden ist. So unterschiedlich und unvergleichbar die verschiedenen Formen und Grade der Beeinträchtigung auch sein mögen: Das ehrenamtliche Engagement für sich und andere trägt wesentlich zu einem inklusiven Gesellschaftsverständnis bei.

Dialogforen

Das Forum Inklusive Gesellschaft ist im Wesentlichen eine Reihe von sechs Dialogforen, die als Zukunftswerkstatt zwischen Januar 2015 und Mai 2016 in Berlin stattfinden.

  • Mobilität und Engagement (22.1.2015)
  • Auslandsengagement von Menschen mit Behinderungen (6.5.2015)
  • Gesundheit und Pflege (8.7.2015)
  • Bildung und Engagement (4.11.2015)
  • Antidiskriminierung (17.2.2016)
  • Gute Praxis (25.5.2016)

Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Handlungsempfehlungen für Bundesregierung, Gesetzgeber und zivilgesellschaftliche Organisationen zu erarbeiten, damit sie das bürgerschaftliche Engagement von Menschen mit Behinderungen besser unterstützen können.

Dialogforum »Mobilität und Engagement«

Am 22. Januar 2015 fand das erste Dialogforum im Rahmen des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft« in Berlin statt. Rund 60 ExpertInnen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten über drei Schwerpunkte: Zugänge zu Engagement, barrierefreie Mobilität und barrierefreie Kommunikation. mehr...

Dialogforum »Auslandsengagement von Menschen mit Behinderungen«

Das zweite Dialogforum im Rahmen des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft« am 6. Mai 2015 in Berlin war der Frage gewidmet, wie die Teilhabemöglichkeit junger Menschen mit Behinderung im Bereich des internationalen Engagements verbessert werden kann. mehr...

Dialogforum »Gesundheit und Pflege«

Das dritte Dialogforum des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft« am 8. Juli 2015 war der Frage gewidmet, welche Schritte getan werden müssen, damit Menschen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung umfassend und gleichberechtigt am Gesundheits- und Pflegesystem teilhaben können. mehr...

Dialogforum »Bildung und Engagement«

Am 4. November 2015 fand das vierte Dialogforum im Rahmen des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft« statt. Es beleuchtete das Thema Inklusive Bildung: Wie kann bürgerschaftliches Engagement in Schule und Hochschule sowie in Formen der Bildung außerhalb der Schule hierzu beitragen? mehr...

Dialogforum »Antidiskriminierung«

Am 17. Februar 2016 befasste sich das fünfte Dialogforum des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft« mit Formen der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe. Dabei ging es unter anderem darum, wie die zivilgesellschaftliche Organisationen ihre eigenen Strukturen diskriminierungsfrei gestalten können. mehr...

Partner

Bei der Durchführung des Projekts Forum Inklusive Gesellschaft wird das BBE von den folgenden strategischen Partnern konzeptionell beraten und begleitet:

  • Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
  • Deutscher Caritasverbund e.V.
  • Aktion Mensch e.V.
  • Diakonie Deutschland
  • Stiftung barrierefrei kommunizieren!
  • Deutsches Rotes Kreuz e.V.

Schwerpunktnewsletter des BBE

Das BBE dokumentiert in mehreren Schwerpunktnewslettern Zwischenergebnisse des Projekts »Forum Inklusive Gesellschaft«. Sie finden darin Beiträge zu Barrierefreiheit als Voraussetzung von Engagement, Inklusion in Auslandsfreiwilligendiensten, Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Umfeld der Gesundheits- und Pflegesysteme sowie zu inklusiver Bildung und Engagement.

Die Ausgaben des Newsletters sind barrierearm gestaltet.

  • BBE-Newsletter Nr. 11 vom 2. Juni 2015 mehr...
  • BBE-Newsletter Nr. 23 vom 12. November 2015 mehr...
  • BBE-Newsletter Nr. 11 am 2. Juni 2016 mehr...
  • BBE-Newsletter Nr. 13 am 30. Juni 2016

Das Projekt »Forum Inklusive Gesellschaft« wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Kontakt

Dr. Serge Embacher
Projektleiter
Tel: (0 30) 6 29 80-118
E-Mail: serge.embacher(at)b-b-e.de 

Tobias Quednau
Projektreferent
Tel: (0 30) 6 29 80-107
E-Mail: tobias.quednau(at)b-b-e.de   

Lisa Schönsee
Projektmitarbeiterin
Tel: (0 30) 6 29 80-106
E-Mail: lisa.schoensee(at)b-b-e.de 


Meldungen aus dem BBE

23.06.2016

»Europas Grenzen«: Bürgerdialog in Hamburg

Nach den erfolgreichen Veranstaltungen in Erfurt und Augsburg diskutierten am 26. Mai 2016 im…

mehr…

23.06.2016

BBE und Partner bei den Civil Society Days in Brüssel 2016

Balance zwischen Sicherheit und Freiheit, Integration und Inklusion sowie Antworten auf Flucht- und…

mehr…

23.06.2016

BBE zur Rolle der Zivilgesellschaft in der EU und in Russland: Workshop

Welche Voraussetzungen benötigt eine Zivilgesellschaft, um zu funktionieren? Welchen Beitrag…

mehr…